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Brief an Petrus

Lieber Petrus,

erstmal, Danke dass du das Wetter etwas wärmer gemacht hast! Aber wie es mir erscheint magst du uns die Sonne nicht so gönnen, dieses Wetter da draussen ist echt traurig. Es schlägt nicht nur auf die Laune der meisten Leute, es schlägt auch auf meinen Rücken. Ich konnte die halbe Nacht nicht schlafen, weil es draussen so feucht war/ist. Kannst du dir vorstellen wie es Menschen wie mir mit Rheuma geht? Bitte versteh doch, dass dieses Wetter uns überhaupt nicht gut tut. Die Schmerzen sind zum Teil fast unerträglich und fühlen sich echt an als ob uns jemand Messer in die Gelenke stechen würde und gleichzeitig noch darin wühlen würde. Meinst du das ist angenehm?

Ja mein Lieber Petrus, ich bin wütend auf dich und ja ich weiss dass es Winter ist und dieses Wetter normal ist für diese Zeit. Aber ich mag nicht mehr, dieser Winter war und ist einfach zu lang und zu heftig. Also gib dir doch einen Ruck und lass die Sonne scheinen auch wenn nur 1-2 Tage, einfach nur dass wir wieder ein bisschen Kraft aufbauen können!

Ich Grüsse dich in voller Hoffnung und Erwartung

Talataki

Ps: Ich danke dir im Voraus!

Frustriert, Rheuma sei-Dank

So es ist erst 8:38 und ich fühle mich als hätte ich schon die ganze Bude geputzt, dabei hab ich erst im Bad angefangen und muss jetzt eine Pause einlegen. Warum? Weil die Schmerzen im Rücken mal wieder Gewinnen. Sitz auch jetzt da als hätte ich ein Brett an den Rücken geschnallt. Es frustriert mich dermassen, dass ich eine Wut in mir hab die gegen mich gerichtet ist und es macht mich traurig, dass ich dies ertragen muss. Es gibt diesen einten Schmerz und der ist der von Heute, denn kann ich nicht mit Schmerzmittel lindern, denn es fühlt sich an als ob jemand mir mehrere Macheten an den Rücken hält und wenn ich mich falsch bewege stechen die zu und und schneiden mir den Rücken auseinander. Ich hasse diese Wut. Ich hasse es Wütend zu sein und ich hasse meinen Rücken und dieses Sch..ss Rheuma. Es ist so unberechenbar und gewinnt immer. Mich stört es nie wenn ich bei einem Spiel verliere, aber leider ist dies kein Spiel es ist meine Realität. Grrr Ich merke gerade dass es mir richtig gut tut hier zu schreiben und meine Wut und Frustration rauszulassen. Gestern noch ging es mir ziemlich gut, obwohl ich 9 Stunden ohne Pause gearbeitet habe. Darum habe ich mir für Heute vorgenommen die Wohnung anfangen zu putzen, denn Morgen haben wir 12 Leute zu Besuch und ich möchte nicht, dass mein Mitbewohner wieder mal alleine putzen muss, nur weil mein Rücken nicht im Stande dazu ist. Mal schauen wieviel ich noch hinkriege sobald ich mich wieder etwas aufgerafft habe. Wenn ich doch nur genug verdienen würde, dann wäre heute eine Putzfrau hier und würde alles für mich/uns erledigen. Ach bemitleide ich mich gerade selber. Darf auch mal sein oder? Naja was hilft es mir zu sagen “Ach hätt ich doch…” und “wenn ich doch nur Gesund wäre” Es hilft genau nichts, denn ich muss lernen es anzunehmen und zu akzeptieren, dass dies nun halt so ist wie es ist und nicht anders.

Ich wünsche euch allen eine gute Gesundheit und vorallem keine Schmerzen!

An Rheumis: wie geht ihr mit den Schmerzen um?

Diagnose Rheuma

Mein Tritt in den Hintern!

Nun ist es schon ein halbes Jahr her seit meiner Diagnose, unspezifisches Rheuma.

Im Feburar dieses Jahres musste ich für 3 Wochen in die Schmerzklinik in Basel um herauszufinden was mit mir los ist und warum ich Tag für Tag Rückenschmerzen habe. Es hat sich dann relativ schnell herausgestellt, dass ich sehr hohe Entzündungswerte (crp-Werte) habe obwohl ich nicht erkältet war. Jeden Tag musste ich 2 Mal in die Physiotherapie,zum Chinesiologen oder irgendein Arzttermin. Alle haben ihr bestes getan um herauszufinden um welche Art des Rheumas oder ob es überhaupt Rheuma ist.Mir ist das ganze dann irgendwie alles zu viel geworden, einerseits war ich erleichtert, dass endlich etwas passiert und dass ich endlich ernst genommen werde. Ich dann unter der Computertomographie ( http://de.wikipedia.org/wiki/Computertomographie ) zusammen gebrochen und konnte nicht mehr aufhören mit weinen und hatte plötzlich eine Panik in mir, die ich noch nie zuvor gespürt hatte. Nach 2 Tagen weinen, etlichen Gespräche mit den Ärzten und der Familie habe ich mich dann wieder gefangen und fühlte mich gestärkt und als hätte mir jemand so richtig in den Hintern getreten. Ich war motiviert mein Leben zu ändern und mich mit der Krankheit Rheuma auseinander zu setzten.

Mehr über diesen Thema folgt bald….