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Ein turbulentes Jahr geht zu Ende

Wohl noch nie hatte ich ein Jahr mit so vielen Up’s und Down’s.

Das Jahr fing wunderbar  an. Ich habe einen neuen Job gefunden, der mir unheimlich viel Spass bereitet, mich fordert und ich kann endlich in einem Team arbeiten. Meine Schmerzen wurden weniger. Ich konnte den Winter dadurch wieder mal mehr geniessen. Meine kleine Welt wurde Besser von Tag zu Tag. Ich besuchte meine beste Freundin in England, die dann im Sommer für 3 Monate in der Schweiz war. Die Sonne schien jeden Tag in meinem Herzen.

Ende Sommer erfuhren wir, dass nun mittlerweile beide meine Tanten an Krebs leiden, meine liebste Freundin wandert nach Australien aus, der einen Tante geht es gesundheitlich immer schlechter, ich durfte das wunderschöne Gefühl erfahren, dass ich Tante werde, meiner anderen Tante geht es schlechter, da die Chemo ihr nicht gut bekommt, meinem Vater geht es gesundheitlich nicht Gut, da er so Angst um seine beiden Schwestern hat. Kaum hatte er sich erholt, stirbt meine liebste Tante, zwar wurde sie von dieses Krebsschmerzen erlöst , doch sie wird uns allen für immer fehlen. Sie war die Sonne unserer Familie. Nur 3 Wochen später stirb mein Grossvater. Auch er wurde erlöst, nicht von Schmerzen, aber vor dem Alzheimer, er hat die letzten 2 Jahren nur noch vor sich hin vegetiert. Dennoch es schmerzt, 2 geliebte Menschen in so kurzer Zeit zu verlieren.

Nun werden wir am Dienstag meinen Grossvater beerdigen, dennoch freue ich mich sehr auf Weihnachten. Die Tage mit meiner Familie verbringen, essen bis wir fast platzen und einfach sein.

 

Manchmal darf man Stolz sein

und manchmal sogar sehr Stolz.

Ich bin sehr Stolz auf meinen Vater, auf das was er seit bald 30 Jahren leistet.

Ich war gerade 1 Jahr alt, als er sich Selbstständig gemacht hat, als Fachhändler von/mit Piattiküchen. Da er vorher als Kundenberater für Piatti gearbeitet hatte, kannte er das Produkt Piatti schon In-und Auswendig und wusste schon damals die Qualität dieser Schweizer Küchen zu schätzen.

Es war wohl nicht immer einfach Arbeit und Familie (mit 3 kleinen Kinder) unter einen Hut zu bekommen (als Selbstständiger arbeitet man selten nur 8-9 Stunden am Tag und 5 Tage die Woche), aber mit seiner ruhigen, belastbaren und geduldigen Art, hat er das einfach hingekriegt. Würde man ihn Fragen, wie er das geschafft hat,  hätte er wohl keine oder er würde sagen, dass ohne seine Frau (meine Mami) dies alles nicht funktioniert hätte.

Ja ich bin sehr Stolz auf ihn, meine Mutter und auch auf die Piatti Küchen.

Denn die Bruno Piatti AG, ist nicht einfach ein Küchenproduzent, es ist ein Schweizer Produkt (nur die Kleinteile, wie Schrauben, Scharniere, usw. werden nicht in der Schweiz Produziert), so gut wie jeder Piatti Mitarbeiter steht zu 100% dahinter, was er Verkauft, Zeichnet, Produziert usw., Piatti steht für Qualität zu fairen Preisen , Piatti steht für Umweltschutz und Piatti und die Zimber AG  gehört halt einfach seit meinem Ersten Lebensjahr, zu meinem Leben.

Als Kind, besuchten wir meinen Vater oft im seinem Geschäft in Augst, da wir halt sonst nicht sehr viel Zeit mit ihm verbringen konnten. Jedes mal war dies ein Highlight, denn wir durften (solange keine Kunden dort waren) immer Verstecken und Fangen spielen, in und um die Küchen, durften an der Bar sitzen und ein Sirup trinken, durften Telefondienst machen, am Kundentisch zeichnen und wir wussten uns immer (so erinnere ich mich) zu benehmen wenn Kunden in die Ausstellung kamen.

 

Küche

Piatti

Ja ich bin Stolz auf meine Eltern, ihr Geschäft und wie sie das mit uns 3, nicht immer einfachen Kinder (mittlerweile alle Erwachsen) hingekriegt haben!

Ich Leuchte!

Ach nein falsch ausgedrückt, ich Strahle!

Als Geschenk für meinen 30. habe ich mir von der Familie und Freunden, Geld gewünscht für ein ganz besonderes Geschenk.

Heute, nach mehr als 3 Monaten, hatte ich endlich die Zeit, die Aktion und DIE Kamera geholt, die ich schon seit so langem Geliebäugelt habe.

Ein grosser M-E-R-C-I an alle die sich daran beteiligt haben ! ! !

Jetzt muss ich nur noch aufs Wochenende warten, damit ich Zeit habe sie auszuprobieren. Geduld ist ja meine Stärke, naja war sie mal bis heute Abend ;-)

Canon EOS 500D

Es kann losgehen

mit meinem 30.,denn ich habe die Angst verloren die 2 hinter mir zu lassen. Warum so plötzlich? Ich weiss es nicht genau. Vielleicht weil ich ab September endlich wieder Vollzeit arbeiten kann, vielleicht weil ich mir viele Gedanken und Gespräche hinter mir habe oder vielleicht weil ich ganz einfach eingesehen habe, dass es doof ist Angst zu haben vor dem was kommt. Denn es kommt so oder so anders als man sich alles vorstellt.

Als ich 20 wurde, dachte ich “So in 5 Jahren habe ich eine Familie”(eigene Kinder und Mann). Naja auch das kam nicht so und darüber bin ich Froh. Denn, dann ich hätte kaum soviele Reisen und Party machen können, wie ich es gemacht habe und auf diese Zeit würde ich definitiv nicht verzichten wollen. All diese Erfahrungen haben mich zu der gemacht, die ich heute bin. Und ich bin (war ich zwar schon immer) Froh und Stolz die zu sein, die ich bin. Ich mag mich. Hört sich komisch an, ist aber so.

Also September du darfst kommen und mir meine 30 auf den Rücken knallen und mich endlich zur Frau zu machen. Denn nach Aussage eine Freundin (34j) wird man erst zur Frau mit 30. Ich wird’s ja dann merken ob diese Aussage wirklich stimmt ;-)

So fertig mit …

… den ruhigen Wochenenden bis ende September. Was zwar schon letztes Wochenende vorbei war. Jedes Wochenende irgendein Geburtstag, ein Essen, ein Konzert oder sonst ein Fest. Alle wollen sie 30 werden und feiern, mich inklusive.

Am Samstag gehts nach Bern zu meiner Herzschwester um nochmals auf ihre kommende Hochzeit anzustossen ;-) und am Sonntag ans Stimmenfestival in Lörrach um Milow und Bligg zu hören! Freue mich auf beides unglaublich fest.Endlich läuft wieder mal was!

Das nächste Wochenende wird dann hier bei uns gefeiert zuerst der 30. meiner Nachbarin und gleich am nächsten Tag unsere alljährliche und bald legendäre 1.August Feier.Das einzige was dieser Jahr anders sein wird ist, dass wir anstatt 20-25, so um die 40 Leute sein werden. Circa 20 davon werden Deutsche sein die noch nie 1.August gefeiert haben. Wird ohne Zweifel ein mega tolles Fest mit viel Gelächter! Aber bis dahin muss noch einiges vorbereitet werden…

Dies geht uns alle an!

Da ich mir ja bekanntlich immer wieder gerne Sorgen über alle und alles machen muss und mich mit den Rechten der Kinder auseinander setze bin ich auf einen Artikel und ein Video der UNICEF gestossen der mich zum Weinen gebracht hat.
Jedes Kind, jeder Mensch hat das Recht auf einen Namen und eine Nationalität ,so stehts in den Menschen- und Kinderrechten. Immer noch gibt es Millionen von Kinder die keinen Geburtstag haben und keine offizielle Nationalität.

Was bedeutet dies für die Kinder? Eine ganze Menge. Sie können KEINE offizielle Schule besuchen und in den öffentlichen Spitäler werden sie nicht behandelt, wenn sie Krank oder Verletzt sind. Sie lernen weder Lesen noch Schreiben. Meistens müssen sie wortwörtlich verrecken, an ihren Verletzungen oder Krankheiten. Nicht lesen,schreiben und rechnen können, bedeutet keine Arbeit und wenn Arbeit, dann meist hart körperliche Arbeit und Kinderarbeit ist bekanntlich verboten. Aber eine andere Wahl haben sie nicht. Sie können sich ihr Leben nicht aussuchen wie wir es können. Wenn ihre Krankheiten nicht geheilt werden, stecken sie wo möglich ihre Familie und ihre Freunde an und die wiederum andere und meistens Menschen mit gleichem finanziellen und sozialen Hintergrund.

Schaut euch mal dieses Video an und richtet nicht über Hilfsorganisationen!

Geburtenregistrierung – der Film – UNICEF

Chile Erdbeben

Eigentlich wollte ich euch etwas über die Situation in Chile erzählen, aber ich habe mich jetzt umentschieden, denn ihr wisst ja alle selber wie die Situation dort ist aus dem Fernseher oder aus den Zeitungen. Wie ihr vielleicht schon gesehen habt habe ich auf meiner Seite ein paar Menschen aufgelistet die gesucht werden. Die Menschen die ich aufgelistet habe, sind die Schwester, ihre Kinder und ihr Grosskind von einer meiner besten Freundinnen und Tante und Cousins von meinem “Gottibueb” (Patenkind).

Am Sonntag als ich aufgewacht bin, war mein Erster Gedanke: Wie würde es mir gehen wenn meine Schwester mit meinen Nichten vermisst wäre? Und schon schoss es mir die Tränen in die Augen, aber nur kurz denn dann hatte ich nur noch einen Gedanken; wir müssen sie so schnell wie möglich finden, im Internet recherchieren, Vermisstenanzeigen machen und Twittern. Gedacht – Getan. Denn seit Sonntag sitze ich praktisch nur noch vor meinem Laptop, belästige meine Twitter Followers und meine Facebook Freunde mit Nachrichten zum weiterleiten. Ich recherchiere in dem ich alle Nachrichten anschaue, Orte google und meiner Freundin helfe ihre Verwandten in Wohltätigkeitsorganisationen auf den Vermisstenanzeigen einzuschreiben. Mein Tag dreht sich um nicht anderes mehr. (Wenigstens merke ich dies)

Nun Heute Nachmittag nehme ich meiner Freundin ihre Kinder zu mir damit sie auch etwas Luft bekommen und nicht die ganze Zeit zuhause sein müssen (ausser Schule sind sie zuhause) und ihre Grossmutter und Mutter etwas Luft haben und sich vielleicht mal in Ruhe ausheulen können ohne auf die Kinder Rücksicht nehmen zu müssen.Denn sie bekommen alles mit zuhause, was einerseits gut ist aber anderseits auch wieder nicht. Denn die Verzweiflung zuhause muss im Moment unerträglich sein.

Ja und ich verabschiede mich mal wieder, denn der Drang weiterzumachen ist wieder zu Gross und ich habe das Gefühl ich verschwende meine Zeit mit nutzlosem und nicht mit dem Wichtigsten.

Ich wünsch euch allen einen Wunderschönen Sonnigen Tag!